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 05.12.2009 23:12
 
 bearbeitet durch Roland Gurtner  am 08.12.2009 22:50:36

Faut-il avoir peur de l'Islam en Suisse?

Provokatör aimerait interdire les religions. Mais de quel droit ? Comment une religion pourrait-elle restreindre la liberté de l’individu en Suisse contre son gré ? La tolérance consiste à admettre que chaque personne a la liberté de choisir si elle veut ou non se soumettre à une religion. Ainsi, si j’admets que Provokatör soit athée, je dois aussi admettre que d’autres fréquentent l’église ou la mosquée. Personne, en Suisse, n’oblige qui que ce soit à faire partie d’une communauté religieuse. Cela ne regarde que la personne concernée ! Si une personne veut porter une casquette, une queue de cheval ou un foulard, c’est son affaire ! Même chose si elle choisit de ne pas boire d’alcool, de ne pas manger de porc ou de ne pas fréquenter les piscines. En quoi cela menace-t-il la liberté de Provokatör ?

Evidemment, c’est différent si, au nom de la religion, on bat ou on enferme sa femme ou ses enfants et si on leur fait subir des tortures. Car dans ce cas, on enfreint la loi ! Et les lois sont faites pour être respectées, n’est-ce pas ? Par les « bons Suisses » chrétiens aussi, donc ! Pour ma part, dans ma carrière d’enseignant et dans mon voisinage, j’ai connus plusieurs cas de violence (femmes et enfants battus) chez des Suisses non musulmans – en partie dus à la drogue ou à l’alcool. En revanche, tous les musulmans – Suisses et étrangers, femmes et hommes – que j’ai rencontrés à Bienne jusqu’ici étaient tous des gens qui cherchaient à promouvoir la paix et la fraternité entre les êtres humains, toujours prêts à rendre service. J’ose donc prétendre qu’il y a dans ce pays plus de chrétiens que de musulmans qui ne respectent pas nos lois.

De quoi faut-il donc avoir peur en Suisse ? De beaucoup de choses, d’agressions dans la rue, de cambriolages, de voleurs, de vandalisme, mais certainement pas de quelques musulmans fondamentalistes parfaitement inoffensifs ! La vérité est que certains partis politiques populistes cherchent, depuis quelques années, à diaboliser l’islam et qu’un immense travail doit être fait pour démontrer que l’islam est une religion de paix, qui a ses rites, comme toute religion.
Les gens qui ont si peur, ont-ils déjà mis les pieds dans une mosquée ? Connaissent-ils ou fréquentent-ils des musulmans ?
On n’a peur que de ce qu’on ne connaît pas…
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 06.12.2009 09:32
 
 bearbeitet durch Provokatör  am 07.12.2009 09:16:35

Alors chère Roland, je me demande : est-ce que nous sommes vraiment bilingues ?  Mois je me désigne trilingues parce que j’ai l’impression que j’arrive à suivre des discussions en allemand, français et anglais. Je constate qu’en discussion écrit c’est peut-être plus difficile.

Est-ce que tu m’as compris ? Jamais je ne voulais interdire les religions ! C’était juste une caresse d’idée sarcastique. Le contraire est vrai, si je demande ma liberté, je ne peux pas supprimer la liberté des autres. Les frontières de la liberté sont fixées par la constitution, les lois, mais aussi beaucoup de respect et tolérance. La Suisse a déjà beaucoup trop de règlements, cela anti-minaret est maintenant un de cela complètement inutile.

Comme je ne suis pas 100% sur que je m’exprime juste, je change en allemand et je me répète : Niemals würde ich eine Religion verbieten ! Nicht mal den Scientologen würde ich etwas verbieten. Allerdings würde ich allen Religionen andauernd auf  Verfassungs- und Gesetzesverstösse prüfen lassen. Ich kann nur Freiheit beanspruchen wenn ich auch Freiheit zulasse.

Bin gespannt auf Deine Antwort, sie wird mir aufzeigen ob wir „Bilängen“  uns verstehen oder nicht.

Du schreibst: „Jeder Person ist es frei die Religion zu wählen“. Stimmt jeder ist frei sich selber in Unfreiheit zu begeben wir sind uns 100% einig. Aber ich finde dennoch die Sichtweise greift zu kurz: Ist der sich Entscheidende auch frei in seiner Entscheidung, durfte er sich diese Freiheit nehmen frei zu wählen? 

Auch in der Schweiz besteht de facto ein Religionszwang. Ein Kind nimmt mit der Geburt staatlich verordnet den Glauben seiner Eltern an. Freiheitlich gesehen dürfte das nicht der Fall sein, freiheitlich gesehen sollte ein Kind vor religiösen Übergriffen geschützt werden bis zur Mündigkeit. Erst dann sollte es sich entscheiden dürfen, nicht müssen! Damit hätte eine religionsfreie Schule mit dem Fach Gesellschaft und Religion die Möglichkeit einen offenen Umgang mit all diesen Fragen zu fördern. Fazit: Kinder dürfen schon mal nicht frei wählen, egal ob Christ, Muslim, Atheist …!

Dürfen Frauen frei wählen? Ich finde eine muslimische Frau hat wohl nicht sehr viel freie Religionswahl. Einmal drin ist es schwierig wieder raus zu kommen, das kennen wir auch von den Scientologen. Der Preis der freien Wahl für eine muslimische Frau kann sehr teuer werden, kostet mitunter ihr Leben aber mindestens ihr komplettes soziales Umfeld. Für das soziale Wesen Mensch ist das eine verdammt hohe Strafe. Fazit: Frauen brauchen so viel Mut und Stärke sich freiheitlich zu entscheiden, das ist für mich nicht Religionsfreiheit!

Für einen muslimischen Mann ist es auch nicht einfach, auch er wird als Mindestpreis einen Grossteil seines sozialen Umfelds verlieren würde er sich abwenden vom Islam. Dasselbe gilt auch für christliche Kreise, die Mafia, einzelne Unternehmen und leider viele andere.

Religionszugehörigkeit ist eine meist patriarchale Entscheidung welche vom Staat mit der Geburt rechtlich legitimiert wird. Die Religionsfreiheit stirbt mit der Geburt.

[Nachtrag 7.12.2009: I'm sorry hier liege ich nicht 100%-richtig der Staat weist einem Neugeborenen nicht selber und direkt die Religionszugehörigkeit zu, es sind die Eltern welche entscheiden und der Staat welcher fraglos übernimmt. Zu meiner vorigen Aussage stehe ich trotzdem, da diese Spitzfinidigkeit nichts Wesentliches ändert!]

Gewalt ist das übelste Mittel der Unterdrückung und Du hast recht davon sind alle Teile der Gesellschaft betroffen, es ist rechter Populismus der Glauben machen will die Ausländer, die Muslime seien oder die Jugendlichen seien schuld.

Schuld an unserer Lage sind einzig wir selber. Der Zugang zu nachhaltiger Verbesserung läuft fast nur über die Bildung, die gemeinsame Sprache muss gefördert und gefordert werden. Mir ist klar die SVP verlangt Integration von hohem Niveau und gibt der Bildung Mittel von geringstem Niveau. Mir ist aber auch klar, dass die Etatisten sich bisher blind gaben und unter dem Deckmantel der Religionsfreiheit, „political correctness“ und wohl Imagegründen die offene Diskussion zu verhindern suchten.

Man muss vor dem Islam in der Schweiz keine Angst haben, man muss in der Schweiz gar keine Angst haben. Das gilt aber eben wie vorher beschrieben unter dem Deckmantel der sogenannten Religionsfreiheit nicht für ALLE und darum haben wir ein Problem welches nicht weg zu diskutieren ist.

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 06.12.2009 09:55
 
 bearbeitet durch Daniel Steinmann  am 07.12.2009 16:41:34

Provokatör schrieb

Auch in der Schweiz besteht de facto ein Religionszwang. Ein Kind nimmt mit der Geburt staatlich verordnet den Glauben seiner Eltern an. Freiheitlich gesehen dürfte das nicht der Fall sein, freiheitlich gesehen sollte ein Kind vor religiösen Übergriffen geschützt werden bis zur Mündigkeit. Erst dann sollte es sich entscheiden dürfen, nicht müssen! Damit hätte eine religionsfreie Schule mit dem Fach Gesellschaft und Religion die Möglichkeit einen offenen Umgang mit all diesen Fragen zu fördern. Fazit: Kinder dürfen schon mal nicht frei wählen, egal ob Christ, Muslim, Atheist …!

Eine interessante Idee, Religion sollte behandelt werden wie Alkohol, Heiraten und Sex, erst legal ab 18 Jahren! Zutritt zu Glaubenshäusern wie der Zutritt zur Striptease-Bar: Zutritt verboten unter 18 Jahren!

Dürrenmatt, Frisch und Co. hätten Ihre helle Freude ob dieser Aussage und ich kann mich nur anschliessen

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 07.12.2009 07:58
 

Ich finde, dass dieser mühselige Dialog pro und kontra Religionen auch wieder zu einer Religion wird.

U. Burri
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 08.12.2009 06:10
 

Das kann man sicher so empfinden. Ein mühsamer Dialog ist aber besser als kein Dialog.

Liegt nicht ein Nicht-Dialog dem Minarett Ja zugrunde?

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